Nyxie

Melt!

Wenn man von dem Standpunkt ausgeht, dass nur ein Festivalbesuch mit Zelten ein richtiges Festivalbesuch ist, dann war das Melt! meine persönliche Festivalpremiere. Donnerstags reisten wir an und konnten so auch noch auf die Pre-Party, die hauptsächlich wegen Crystal Fighters interessant war. Im Intro Zelt war es dann auch proppevoll und richtig heiß, zu recht denn meiner Meinung nach war es eines der ausgelassensten Konzerte des Festivals.

Mein Über-Highlight King Krule spielte gleich am nächsten Tag, leider so gelegt dass ich große Teile von Alt-J nicht sehen konnte. Machte mir aber nicht so viel, das Konzert war wunderschön. Archie spielte viele neue Songs und seine Stimme ist live noch so viel abgefahrener als sonst.

Das Festival im Gesamten zeichnete sich durch ein schier unendliches Maß an Sonne aus. Wolken sah man sehr selten und es war einfach ständig heiß. Natürlich ist das eigentlich ziemlich gut, da es weder regnete noch kalt war, aber ich kann mit Hitze einfach rein gar nichts anfangen. Der Baggersee auf dem Ferropolis-Gelände stellte sich dementsprechend zur besten Sache der Mittage heraus. Generell ist das Gelände natürlich super, die Bagger sind einfach riesige Stahlkolosse und wirken richtig schön fremd.

Während die Wasserversorgung manchmal eher so naja war, konnte man auf der Festival-Halbinsel zumindest verdammt leckeres Essen kaufen. Spätestens seit dem MS Pizzaville stellen gute Essenstände einen wichtigen Faktor dar und Handbrot ist doch ziemlich geil.

Ein anderer Höhepunkt waren die Babyshambles, ich mag eben die Musik und Pete Doherty live zu sehen wollte ich mir nicht entgehen lassen. Zeitlich überschnitt sich das exakt mit Django Django, ich bereue meine Entscheidung jedoch gar nicht. Bewegen konnte man sich kein bisschen in der zweiten Reihe, dafür kam die Band ziemlich pünktlich und bis auf ein paar Texthänger war das Konzert auch aus musikalischer Sicht überzeugend.

Mein erstes richtiges Festival verlief insgesamt also top. Inklusive so Sachen, wie Nachbarn, die einen mit eisgekühlten Cocktails versorgen und im Wasserschlauchregen auf dem Sleeplessfloor bei gnadenloser Hitze tanzen.

Festival, ja bitte. (Und ein bisschen Wehmut aus Kopenhagen nach Hamburg, zum Dockville.)

  1. siska —  31. Juli 2013

    wundervolle fotos, v.a. das 3.!

  2. Carola —  4. August 2013

    so eine fabelhafte kulisse!

    Heartbeats VIENNA WEDEKIND