Nyxie

Brighton

Brighton stand schon so lange auf meiner Bucket List, dass es ein seltsames Gefühl auslöste, als ich tatsächlich am Meer stand und den abgebrannten North Pier aus den tosenden Wellen herausragen sah. Die recht kleine Stadt war viel bergiger als ich es erwartet hatte und strahlte teilweise eine etwas künstliche Atmosphäre aus.

Nora und ich verbrachten unser Küsten-Wochenende jedenfalls wie ein altes Ehepaar. Anstatt groß feiern zu gehennkonzentrierten wir uns lieber auf Interieurshops und gutes Essen  (Sticky Mike’s Frog Bar ist aber doch ganz cool) . Haloumi Burger mit Meerblick im Lucky Beach, Dinner bei einem Italiener und am Sonntag das kulinarische Highlight: Food for Friends. Wir hatten einen Tisch reserviert, was auch dringend notwendig ist. Besonders an Sonntagen, da das vegetarische Restaurant zum Lunch fantastische Sunday Roasts anbietet.

Ich hatte einen “Wellington” mit Pekannüssen, Pilzen, Ricotta und was weiß ich, dazu fluffige Kartoffeln, Rotkraut, Yorkshire Pudding (der ziemlich identisch zum schwäbischen Pfitzauf zu sein scheint) und Vegi-Gravy. Auf dem Bild sieht das vielleicht etwas unspektakulär aus, aber es war vermutlich eines der besten Gerichte, die ich je aß. Ohne Spaß. Alles irrsinnig gut, genau so wie die frische Limonade und der extrem freundliche Service. Unsere Bedienung schaffte es beim Bezahlen sogar mit mir Smalltalk zu halten, der nicht unangenehm war – allein dafür sollte es vermutlich einen kleinen Pokal geben.

Ansonsten war Brighton sehr, sehr windig. Wir hatten das Wochenende vor einem schweren Sturm gewählt, was aus der üblichen Meeresbrise einen Wind machte, der es am Ufer ziemlich schwer machte, zu laufen. Machte aber nichts, ich mag Wind, gerade am Meer. Und das Meer, das ist eben was es ist. Immer wieder wunderschön.