Nyxie

Oslo

Von Oslo hat man bereits hier und hier Bilder gesehen und es kommen auch noch analoge, farbige. Keine Ahnung, wieso ich scheinbar größtenteils Essensbilder machte, aber falls jemand mal zur richtigen Zeit in der Stadt sein sollte, dann empfehle ich definitiv den Bondens Marked mit diesen fantastischen Pannekake – für 30NOK darf man so viel Rhabarber-/Johannisbeerkompott und Sahne darauf packen, wie man möchte.

Die Buffettsache wurde mit Vega fortgeführt, das einen starken Kantinencharakter und geilen Kartoffelgratin hatte. Da Nora mir zum Geburtstag einen Gutschein fürs Vitao schenkte, wird die Vegi-Buffett-Liebe hoffentlich auch in Zukunft erhalten bleiben. Top!

Monat Eins

Ich bin nun seit genau einem Monat in London, was auf mich gleichzeitig ziemlich kurz und lang wirkt. Normal fühlt es sich jedenfalls beinahe seit dem ersten Tag an. In diesem anderen Haus zu wohnen, ein anderes Zimmer als meinen Rückzugsort zu haben und nachts in einem anderen Bett zu schlafen. Die ersten Tage hatte ich noch ein seltsames Gefühl, wenn ich auf der Piccadilly Line fuhr und genau wusste, dass ich diesmal nicht ganz bald bis ans andere Ende, nach Heathrow fahren werde, aber das verlor sich schnell.

Vermutlich habe ich mich also schon ziemlich gut eingelebt, in meinem Viertel verlaufe ich mich trotz meines miserablen Orientierungssinns nicht mehr und die Nachtbusse (N29!) habe ich auch schon schätzen gelernt. Auch das Arbeiten gefällt mir, dass ich morgens von sieben bis neun arbeite zwingt mich aufzustehen, wodurch ich theoretisch viel, viel Zeit in der Mittagspause hätte, um London zu erkunden. Momentan lege ich mich zwar meist erst nochmal schlafen, aber zumindest gehe ich nun auch noch ins Fitnessstudio.

Richtig Glück hatte ich auch schon. Den kompletten September lang findet das iTunes Festival statt und ich gewann tatsächlich Tickets für Jake Bugg. Vermutlich das erste Mal, dass ich etwas Richtiges gewann.  Das Konzert war dann auch sehr schön, das Roundhouse als Location großartig und es fühlte sich etwas abgefahren an bei diesem Event dabei zu sein, für das hier überall penetrant Werbung gemacht wird und an dem man nur durch Glück teilnehmen kann.

Meine Kamera nahm ich zwar ziemlich oft mit, bisher kam dabei aber nicht allzu viel herum. Deshalb auch diese eklige Mischung aus digitalen Farb- und Schwarzweißbildern und analogen Fotos. Vielleicht inspiriert mich Night Contact am Freitag (yeah, Geburtstag!) etwas. Dort arbeite ich freiwillig mit, worauf ich mich irgendwie so sehr freue, dass es meine Erwartungen wohl gar nicht erfüllen kann.

Reishunger

Ich bin kein Fan von Reis, auf meinem persönlichen Getreideranking belegt er einen der letzten Plätze, vielleicht sogar den letzten Platz, wer weiß. Milchreis und Risotto sind zwar super, sonst kann ich mich beinahe nur noch für Sushi begeistern, mein Reishunger hält sich damit also eigentlich in Grenzen.

Als Max mich in den Weihnachtstagen besuchte, packte ich aber das Sushi-Set das ich von meinen Mädchen zum Geburtstag bekam (der Post zum Sushi-Kurs ist scheinbar leider ins Nirvana gefallen) und machte das erste Mal allein Reisrollen. Zwar zeitaufwändig, aber sonst eigentlich wirklich einfach zu machen, ich weiß nicht weshalb ich da zeitweise gewissen Respekt vor hatte. Na gut, an California Rolls habe ich mich erstmal nicht getraut, sondern den gerösteten Sesam einfach hinein geworfen. Schmeckt genau so gut und ist vermutlich auch noch einfacher zu essen. Sah dann so aus.

Man kann das jetzt als Aufforderung verstehen, mehr Sushi selbst zu machen und dem Reis auch als eher abgeneigte Person eine Chance zu geben. Wenn man die ziemlich lang haltbaren Basics wie Noriblätter, Reis, Reisessig, Sojasoße daheim hat, kann man beinahe immer Sushi machen, so lange man ein Paar Gemüsesachen herumliegen hat. Luxus-Resteverwertung, also.

In diesem Fall wurde kurz angedünsteter Blattspinat, blanchierte Zuckerschoten, rohe Zucchini und Sesam in den Reismantel gezwängt. Gurke und Avocado sind die Klassiker bei vegetarischem Sushi, aber es war nunmal ein Feiertag und Tankstellen führen selten reife Avocados. Achso, ja. Sushi ist auch ohne Fisch geil.

2012 II

Im Sommer trieb ich mich nicht nur in Kunsthallen, sondern auch auf dem Dockville, in Hamburg und Berlin herum. Herumreisen bietet immer wieder so viel Input an Erfahrungen und Eindrücken, ich kann gar nicht ohne.

Mini- und Volljährigkeits-Nyxie! Verändert hat sich natürlich nicht wirklich etwas, aber praktisch ist 18 sein allemal. Sommerliches Gemüse-Grillen, da ich mich am Anfang dieses Jahres entschieden habe kein Fleisch mehr zu essen. Eine Entscheidung, mit der ich mich immer noch sehr wohl fühle. Außerdem natürlich die Stufenhütte.

Auf den Herbst folgte ziemlich schnell der erste Schnee, Schnee der nun irgendwie fehlt. Einen Monat nach meinem Geburtstag feierte ich diesen auch, turbulent und in der Retrospektive ziemlich gut.

Das verrückteste Geburtstagsgeschenk kam von meiner Schwester: Wien! Fantastisch schöne Stadt, die mich nicht zum letzten Mal sah. Mein Blog wurde zwei Jahre alt, eigentlich darf man gar nicht darüber nachdenken, wie viel Zeit man in so ein Ding hineinsteckt. Doch wo könnte ich denn sonst das Jahr Revue passieren lassen?

Ich nahm dieses Jahr das Bilder entwickeln wieder auf und finde es ganz schön schade, in den Ferien nicht ins Labor zu können. Weihnachten verging wie im Flug und ohne Plätzchen backen, dafür mit viel Gin. Um den Kreis zu schließen: Ein Ausschnitt meines Silvesterkleides, passend zum Motto “80er Jahre”.

We feel fine

Vor ziemlich genau einem Jahr empfahl ich das Buch zu We feel fine als Weihnachtsgeschenk und bekam es ganz unerwartet dann dieses Jahr zu meinem Geburtstag.
Seit 2005 sammeln Jonathan Harris und Sep Kamvers Gefühle von Bloggern, indem sie die Blogs nach den Satzstücken “I feel” und “I’m feeling” durchsuchen. Wenn möglich wird dies mit Alter, Geschlecht, Wohnort und Wetterlage verknüpft und die aktuellen Ergebnisse werden dann auf ihrer Seite präsentiert.
Das ist hübsch und interessant, wird aber noch interessanter wenn es anständig ausgewertet wird, was für dieses Buch geschah.
Schade, dass die Bilder manchmal so fies verpixelt sind und für meinen Geschmack sind es zu viele Grafiken und zu wenig Text. Dafür ist es aber wirklich toll aufbereitet und schön zum immer mal wieder in die Hand nehmen.

Seifenblasen statt Blümchen

In den späten 90ern kaufte ich mir mit einem hellblauen Glitzerfläschchen meinen ersten Nagellack, wenn ich mir richtig erinnere, dann weil Blümchen auch solchen trug. Ja, Blümchen. Whoa. Keine Ahnung, ob ich den tatsächlich jemals tragen durfte, aber damit hat der Essie Lack den ich von Karo geschenkt bekam, auch nicht viel gemein. Allen voran ist die Textur nicht mehr so grottig wie früher. Midnight Cami heißt die Farbe, ein sehr dunkles blau mit ganz ganz feinen Schimmerpartikeln welche aufgetragen leicht metallischen Schimmer entstehen lassen. Sehr, sehr hübsch.

Passt, wie man sieht, wunderbar zu meiner Seifenblasenpistole, die ich ziemlich am Ende meiner Party von Pana überreicht bekam. Das Metallicfoliending ist eine Helium-8, Gerüchten zufolge hatte sie mal eine Helium-1 als Freundin, aber irgendwie passt das doch so viel besser. Mein achtzehnter war eher einem achten Geburtstag gleich (Indizien: 5 Einhörner, 1 Seifenblasenpistole, 50 Luftballons, 1 Piñata, 6 Tröten), womit ich wirklich cool bin. Jedenfalls stehe ich irgendwie total auf das glänzende Teil und wie es in meinem Zimmer herumschwebt.

Wenn ihr das lest, bin ich mit großer Wahrscheinlichkeit schon im Flieger, oder in Wien mit meiner Schwester. Hier wird es also erstmal ein bisschen ruhig, aber ab Samstag bin ich wieder da.

Unicorn Party

Ich feierte gestern meinen Geburtstag nach, was abgesehen von einem sehr fiesen Vorfall eine großartige Sache war. Mit viel Einhornkram. Eigentlich hatte ich Einwegkameras besorgen wollen, aber im Eifer der Vorbereitung ging das unter und so gibt es nur Bilder vom Morgen danach. Zumindest kann ich nun wirklich guten Nudelsalat kochen/machen/dingsen.

DIY Kindle Case

Zum Geburtstag bekam ich ja einen Kindle und weil ich ihn nicht ganz ungeschützt mitnehmen wollte, steckte er immer in seiner etwas dickeren Verpackungsfolie. Das sah natürlich furchtbar aus und war nicht einmal sonderlich stoßdämpfend; eine Alternative war dringend von Nöten.

Ich habe Glück und mein Vater hat etwas für traditionelles Handwerk übrig, weshalb in der Werkstatt einiges an Sattlerwerkzeug zu finden ist. Für meine Hülle hatte ich erstmal gar keine fixe Idee, das Aussehen entstand einfach durch ausprobieren und überlegen während des Machens. Um ohne große Rücksicht arbeiten zu können baute ich mir aus Pappe einen Dummy, meinen in Folie gewickelten Kindle musste ich so nicht in Gefahr bringen.

Das Täschchen ist aus dunkelgrauem Leder, blauer gewachster Schnur, einer schwarzen Niete und viel Zeit. Wenn ich nicht mit einer Materie vertraut bin kann es sein, dass ich total unsicher bin und ewig für die einzelnen Schritte brauche, weil ich sie fünf Mal nachprüfe. Aber hey, das Teil ist fertig geworden und das Kindle passt hinein. Ich bin zufrieden, dass das alles so gut klappte und ich jetzt einen 1A-Sattlerstich kann. Das nächste Mal mache ich mir aber vielleicht vorher mehr Gedanken zum Design. Das Endprodukt sieht recht hübsch aus, aber irgendwie ganz schön verspielt, den Kontrast von blau zu (fast) schwarz hatte ich mir kühler und ruhiger vorgestellt. Für den Moment bin ich zwar versorgt, hübsche (oder eure) Kindle-Hüllen darf man mir gerne zu kommen lassen.

Batman und Comics

Als Kind las ich ziemlich gerne das Donald Duck Sonderheft, hin und wieder vielleicht Micky Mouse aber über Disney hinaus kaufte ich mir keine Comics. Im Nachhinein glaube ich auch nicht, dass es in meiner Umgebung eine sonderlich große Auswahl gegeben hätte.

Zu Batman kam ich also eher spät und zwar durch einen Freund, welcher zu einem DVD Abend die beiden ersten Teile von Christopher Nolans Trilogie mitbrachte. Wir schauten The Dark Knight und als die Gäste weg waren musste ich auch noch Batman Begins ansehen; ich war total angefixt. Das war dann Ende 2008, Anfang 2009.

Seit dem sah ich verschiedenste Interpretationen, Filme und Serien, von der Burton Verfilmung mit Micheal Keaton bis zum japanischen Animationsfilm Batman: Gotham Knight. Wobei letzterer echt cool und sehenswert ist, da aus sechs Einzelfilmen bestehend, die alle einen unterschiedlichen Zeichenstil haben. Besonders mit Blick auf den Start von The Dark Knight Rises kam es in meinem Freundeskreis immer wieder zu Diskussionen über Batman und natürlich die Verfilmungen. Manche fanden Batman einfach nur blöd, konnten dafür aber eher etwas mit Superman anfangen (naja, tatsächlich halte ich das in diesem Fall für eine Lüge, mit der Intention mich zu ärgern) Daniel hat eine etwas neutralere Meinung und dem sogar eine Show gewidmet. Mit Daniel war ich dann auch in TDKR, er fand ihn auch ohne Vorfreude wirklich gut, ich war begeistert und sogar erstmal ziemlich sprachlos. Ja, natürlich hatte er seine Schwächen, aber mir fiel es wirklich nicht schwer darüber hinwegzusehen.

Aber eigentlich wollte ich ja auch vor allem über die Comics schreiben. Wie hier schon ein paar Mal erwähnt wünschte ich mir und bekam zum Geburtstag zwei Batman Comics (in den Deluxe Versionen, yeah!) Year One und The Killing Joke, kurz darauf kaufte ich mir auch noch Arkham Asylum. Das sind ganz andere Comics, als ich sie davor gelesen hatte und ich war auch durchaus ein wenig ehrfürchtig vor den schön gezeichneten Seiten. Das ein oder andere Panel hatte ich natürlich schonmal irgendwo gesehen, aber so ist das eben etwas anderes.

Ich mag Comics, oder wenn man so möchte dann mag ich eben Graphic Novels. Es ist ein ganz anderes Lesen, das da stattfindet. Man kann viel leichter das Geschehen überfliegen, sich aber auch an Details aufhalten, besonders bei McKeans Stil der einen erst etwas überrumpelt weil verschachtelt und komplex.Ich hatte gar nicht erwartet, dass die Stile so unterschiedlich sind, hätte gedacht dass das von DC irgendwie ein bisschen eingeschränkt und einheitlich gehalten wird.

Year One, von David Mazzuccheli illustriert und von seiner Ehefrau Richmond Lewis koloriert, ist mit recht dickem Strich gezeichnet die Farben sind großflächig mit eher wenigen Abstufungen, während es bei The Killing Joke (Illustration und Koloration von Brian Bolland) deutlich feiner aussieht. Bollands Schattierungen sind nicht so flächig wie Mazzucchelis und die Zeichnungen detaillierter. Beides hat natürlich seinen Reiz, wobei mir Brian Bollands Stil besser gefällt, auch weil er es ziemlich drauf hat, die Mimik lebendig zu gestalten.

Ganz anders und deshalb auch aus diesem Vergleich genommen sieht es bei Arkham Asylum aus. Der Comic wurde nicht erst gezeichnet und dann mit Farbe versehen, sondern von Dave McKean gemalt. Die Panels entsprechen nur seltsam der üblichen Anordnung und verschiedene Charaktere werden über unterschiedliche Schriften visuell voneinander abgegrenzt (Letterer: Gaspar Saladino). Verwirrend und auch mal beklemmend ist Arkham Asylum der düsterste der drei Comics, ihm fehlt auch die gewisse komische Absurdität von The Killing Joke. Auch wenn es vermutlich weniger Text gibt, dauert das Lesen (gefühlt?) länger, weil mehr über die Zeichnungen kommuniziert wird, was sozusagen erstmal entschlüsselt werden will. Das macht Arkham Asylum wirklich spannend, es ist eben noch einmal ein Stück weiter weg von der üblichen Art zu lesen.

Mit dem Lesen von Comics anzufangen war also eine top Idee, auch wenn es leider ein nicht ganz kostengünstiger Spaß ist. Die Geschichten an sich sind nicht wirklich lang und wenn man sich nicht auch auf die Zeichnungen konzentriert ist man total schnell durch. Man sollte sich Zeit nehmen, sonst wirkt es nicht, das geschriebene Wort ist höchstens gleichwertig zur Illustration und diese Art Bücher zu konsumieren muss man vielleicht erst einmal lernen, oder es sich zumindest bewusst machen. Die Deluxe Versionen lohnen sich in dem Sinn, dass sie Skizzen und Hintergrundinformationen zur Entstehung liefern, zusätzliche kurze Geschichten beinhalten oder wie bei The Killing Joke neu (und meiner Meinung nach auch besser) koloriert sind.

tl;dr Batman: Geil! Comics: Geil!

Geburtstag Analog

Na da sieht ja jemand mal TO-TAL begeistert aus! Tatsächlich habe ich mich aber wirklich sehr gefreut (sogar mehr als auf Bild 5), beschrieben habe ich das alles ja bereits. Eigentlich hätte der Film aus dieser Einwegkamera ein super cooles Gruppenbild enthalten, aber es war das letzte Foto auf dem Film und wurde leider nicht nur nicht entwickelt, sondern auch überklebt. Argh.