Nyxie

Linseneintopf

Nina erinnerte mich, dass ich eigentlich auch mal wieder ein Rezept posten könnte und weil ich sowieso gerade am Kochen war, wurde das gleich umgesetzt. Wenn es um die Optik geht, gewinnt der Eintopf wohl eher nicht, dafür schmeckt er super, ist richtig schön wärmend und auch noch vegan.

Das Rezept reicht je nach Hunger ungefähr für 2-3 Personen und am Besten macht man es einfach nach Gefühl und mit den Mengen, die man eben gerade daheim hat.

200g grüne Linsen ein, zwei Stunden einweichen lassen. 1 mittelgroße Zwiebel in etwas Öl  anbraten, 2 gehackte Knoblauchzehen und 1 TL Paprikapulver dazu geben und rösten. Nun 400g geschälte, klein gewürfelte Kartoffeln, 1 Liter Gemüsebrühe (wenn der Topf zu klein ist, kann man die Brühe auch gut nach und nach hinzugeben), die abgetropften Linsen, 1 Dose gestückte Tomaten und 1 EL Tomatenmark oder ein 1/2 Paket passierte Tomaten in dazugeben. Ohne Deckel köcheln lassen, bis die Linsen und Kartoffeln schön weich sind, meistens um die 30 Minuten. Mit viel Salz und keinem Pfeffer würzen. Zack, fertig!

Brighton

Brighton stand schon so lange auf meiner Bucket List, dass es ein seltsames Gefühl auslöste, als ich tatsächlich am Meer stand und den abgebrannten North Pier aus den tosenden Wellen herausragen sah. Die recht kleine Stadt war viel bergiger als ich es erwartet hatte und strahlte teilweise eine etwas künstliche Atmosphäre aus.

Nora und ich verbrachten unser Küsten-Wochenende jedenfalls wie ein altes Ehepaar. Anstatt groß feiern zu gehennkonzentrierten wir uns lieber auf Interieurshops und gutes Essen  (Sticky Mike’s Frog Bar ist aber doch ganz cool) . Haloumi Burger mit Meerblick im Lucky Beach, Dinner bei einem Italiener und am Sonntag das kulinarische Highlight: Food for Friends. Wir hatten einen Tisch reserviert, was auch dringend notwendig ist. Besonders an Sonntagen, da das vegetarische Restaurant zum Lunch fantastische Sunday Roasts anbietet.

Ich hatte einen “Wellington” mit Pekannüssen, Pilzen, Ricotta und was weiß ich, dazu fluffige Kartoffeln, Rotkraut, Yorkshire Pudding (der ziemlich identisch zum schwäbischen Pfitzauf zu sein scheint) und Vegi-Gravy. Auf dem Bild sieht das vielleicht etwas unspektakulär aus, aber es war vermutlich eines der besten Gerichte, die ich je aß. Ohne Spaß. Alles irrsinnig gut, genau so wie die frische Limonade und der extrem freundliche Service. Unsere Bedienung schaffte es beim Bezahlen sogar mit mir Smalltalk zu halten, der nicht unangenehm war – allein dafür sollte es vermutlich einen kleinen Pokal geben.

Ansonsten war Brighton sehr, sehr windig. Wir hatten das Wochenende vor einem schweren Sturm gewählt, was aus der üblichen Meeresbrise einen Wind machte, der es am Ufer ziemlich schwer machte, zu laufen. Machte aber nichts, ich mag Wind, gerade am Meer. Und das Meer, das ist eben was es ist. Immer wieder wunderschön.

Bits ‘n’ Bobs

Ich kümmere mich momentan wirklich schlecht um meinen Blog und das, obwohl ich eigentlich genug Zeit hätte regelmäßig einen Post hochzuschieben. Vermutlich war ich früher nur so aktiv, weil Bloggen gut zum Prokrastinieren taugt, zumindest fühlt man sich ein kleines bisschen produktiv. Naja!

In den letzten Wochen kaufte ich mir jedenfalls meine ersten Docs. Ich hatte eigentlich schon längers vor, mir die ganz klassischen 1460er zu kaufen, haderte aber immer, weil ich mir nicht sicher bin wie gut sie zu mir passen. Die 1461er sind weniger derb und ich liebe den Farbkontrast zwischen dem blaubeerigen Leder und der gelben Naht, weshalb ich mich schlussendlich erst einmal gegen schwarze Boots entschied.

Meine Schwester besuchte mich über Halloween (für das ich kostümmäßig mal wieder den Kopf verlor und zwei Tage beinahe nur mit Nähen beschäftigt war). Aus Gästen-zeigt-man-besonderes-Gründen erklommen wir den Heron Tower und hatten Lunch bei Duck&Waffle im 40. Stock. Das Essen an sich war auch wirklich sehr gut, aber dafür dass sich das Restaurant doch eher an ein poshes Klientel richtet war es mir deutlich zu laut und die Kellner zu gestresst.

Falls jemand regelmäßige Lebenszeichen von mir vermissen sollte, dem empfehle ich nach wie vor meinen Instagram-Account, da bin ich aktiv wie eh und je. Neuerdings sogar mit Bildern von einem Handy das qualitativ hochwertige Fotos machen kann! (Wenn meine Hand mal stillhält.)

Video Skandischmandi

Meine Kamera ist theoretisch in der Lage ganz gute Videos zu machen, weshalb ich das auf unserer Rundreise auch mal ausprobierte. Immer wieder habe ich ein bisschen etwas aufgenommen und jetzt so gut wie das ganze Footage zusammengepackt. Über die Qualität verliert man lieber nicht allzu viele Worte (gleichzeitig nicht fokussieren und nicht stillhalten kann ich ganz gut), aber generell finde ich es schön auch bewegte Bilder des Urlaubs zu haben.

DIG

In London hat man von allem ein solches Überangebot, dass man beinahe schon satt ist, obwohl man noch gar nicht angefangen hat zu erkunden. So war ich auch noch nicht in sonderlich vielen Museen, Galerien und Ausstellungen, obwohl ich eigentlich immer Lust darauf habe und genügend spannendes gibt es sowieso.

DIG von Daniel Silver erschien mir aber schon auf den ersten Blick so interessant, dass meine Trägheit keine Chance hatte. Allein schon die Tatsache, dass mitten in London ein größeres, ungenutztes Areal existiert ist schon sehenswert und ortsbezogene Installationen gefallen mir meist am besten.

Falls jemand bis zum 3. November in London sein sollte, würde ich es durchaus empfehlen einmal kurz vorbei zu schauen. Gerade im unteren Teil herrscht eine tolle Stimmung.

Buskerud und Hordaland

Die Strecke von Oslo nach Bergen ist mit knapp 500km ein bisschen länger, weshalb wir in einer winzigen Stadt, von der ich bereits den Namen vergessen habe, noch einen Zwischenstop einlegten. Die kleine Holzhütte verfügte über alles was man so braucht inklusive Fjordblick. Wirklich schön, mir hat es diese Hüttenromantik ziemlich angetan und generell war ich sehr froh nach den ganzen Großstädten auch noch die Natur Norwegens kennenzulernen.

Oslo Analog

Den Großteil unserer Reise schliefen wir in Jugendherbergen, wir hatten vor mehr bei Couchsurfinghosts zu schlafen, aber das ist zu dritt nicht ganz so einfach. Während es in keinem Youth Hostel schlecht war, hatten wir in Oslo richtig Glück. Zeitgleich zu unserem Aufenthalt fand das Øya Festival statt und unsere Zimmermitbewohner waren deshalb selbst aus Norwegen.
Neben braunem Käse (norwegische Spezialität und SO gut) auf Knäckebrot und Wein bekamen wir sogar einen Schlafplatz in Bergen angeboten. Top Timing, denn für die letzte größere Stadt hatten wir noch keine Unterkunft.

Bilder wie das oberste machen mich ziemlich froh über die Entscheidung die Rollei gekauft zu haben – wenn es hell genug ist und ich sie mal richtig einstelle, macht sie einfach so schön scharfe Fotos.

Oslo

Von Oslo hat man bereits hier und hier Bilder gesehen und es kommen auch noch analoge, farbige. Keine Ahnung, wieso ich scheinbar größtenteils Essensbilder machte, aber falls jemand mal zur richtigen Zeit in der Stadt sein sollte, dann empfehle ich definitiv den Bondens Marked mit diesen fantastischen Pannekake – für 30NOK darf man so viel Rhabarber-/Johannisbeerkompott und Sahne darauf packen, wie man möchte.

Die Buffettsache wurde mit Vega fortgeführt, das einen starken Kantinencharakter und geilen Kartoffelgratin hatte. Da Nora mir zum Geburtstag einen Gutschein fürs Vitao schenkte, wird die Vegi-Buffett-Liebe hoffentlich auch in Zukunft erhalten bleiben. Top!

Lost Blondes

Auf dem Weg von Oslo nach Bergen kommt man irgendwann durch dieses wunderschöne, karge Hochland, das ein bisschen etwas von Island hat. Die Bilder entstanden dann ganz spontan in fünf Minuten (es war bitterkalt) und ich mag sie ziemlich gern, auch wenn mich meine Bearbeitung partout nicht zufrieden stellen will .

Bitte drauf klicken, in so klein wirken sie nicht recht.

Monat Eins

Ich bin nun seit genau einem Monat in London, was auf mich gleichzeitig ziemlich kurz und lang wirkt. Normal fühlt es sich jedenfalls beinahe seit dem ersten Tag an. In diesem anderen Haus zu wohnen, ein anderes Zimmer als meinen Rückzugsort zu haben und nachts in einem anderen Bett zu schlafen. Die ersten Tage hatte ich noch ein seltsames Gefühl, wenn ich auf der Piccadilly Line fuhr und genau wusste, dass ich diesmal nicht ganz bald bis ans andere Ende, nach Heathrow fahren werde, aber das verlor sich schnell.

Vermutlich habe ich mich also schon ziemlich gut eingelebt, in meinem Viertel verlaufe ich mich trotz meines miserablen Orientierungssinns nicht mehr und die Nachtbusse (N29!) habe ich auch schon schätzen gelernt. Auch das Arbeiten gefällt mir, dass ich morgens von sieben bis neun arbeite zwingt mich aufzustehen, wodurch ich theoretisch viel, viel Zeit in der Mittagspause hätte, um London zu erkunden. Momentan lege ich mich zwar meist erst nochmal schlafen, aber zumindest gehe ich nun auch noch ins Fitnessstudio.

Richtig Glück hatte ich auch schon. Den kompletten September lang findet das iTunes Festival statt und ich gewann tatsächlich Tickets für Jake Bugg. Vermutlich das erste Mal, dass ich etwas Richtiges gewann.  Das Konzert war dann auch sehr schön, das Roundhouse als Location großartig und es fühlte sich etwas abgefahren an bei diesem Event dabei zu sein, für das hier überall penetrant Werbung gemacht wird und an dem man nur durch Glück teilnehmen kann.

Meine Kamera nahm ich zwar ziemlich oft mit, bisher kam dabei aber nicht allzu viel herum. Deshalb auch diese eklige Mischung aus digitalen Farb- und Schwarzweißbildern und analogen Fotos. Vielleicht inspiriert mich Night Contact am Freitag (yeah, Geburtstag!) etwas. Dort arbeite ich freiwillig mit, worauf ich mich irgendwie so sehr freue, dass es meine Erwartungen wohl gar nicht erfüllen kann.