Nyxie

Pünktchen

Kleid: Primark/ Sandalen: Light Lime/ Sonnenbrille: Ray Ban

Nachdem wir es die letzten Abende bereits gefeiert hatten, war heute tatsächlich der letzte Tag vor den Ferien. Sechs Wochen reisen und Kram machen, zu dem ich sonst nicht recht komme. Großartig. Aus diesem Grund wird es in nächster Zeit hier wohl auch ruhiger zugehen. Morgen soll es an den Bodensee gehen, danach folgen noch Trips nach Berlin und Hamburg (Dockville!) und eine Woche Italien. Ich freue mich riesig, nachher findet wohl noch Ravekram in Stuttgart statt, ein super Start in 1,5 Monate Freizeit.

Samstag

Heute grub ich das blaue Kleid aus, welches ich vor über einem Jahr hier schon einmal trug, ebenfalls mit den Cycle Shorts. Keine Ahnung, wieso ich das den gesamten Winter über nicht trug, schließlich fällt es dank Viskose super angenehm.

Ich freue mich schon ein wenig auf später, weil ich mich wohl an vegetarischen Cevapcici probieren werde. Solche aß ich letztes Jahr auf dem Dockville und sie machten wahnsinnig satt und waren sehr, sehr lecker. Grünkernkram ist ja auch etwas, womit man mich früher in die Antarktis hätte jagen können.

You’re a Runner

Zu den Festivalvorbereitungen, noch bevor man sich um Gummistiefel und Regencape kümmert, gehört das Durchhören des Line-Ups, erstellen einer Playlist und kontinuierliches Hören dieser. Ich machte das letztes Jahr, dieses Mal kam Maria mir zuvor und erstellte 13 Stunden Dockville-Madness. Wer Spotify nutzt sollte sich das durchaus zu Gemüte führen.

Jedenfalls kam ich so auch zu You’re a Runner von Me and My Drummer, ein sehr hübscher Track mit tollem rhythmischen Beginn. Mal kraftvoll, mal fein, mit schicker Spannungskurve.

Sponsored by Destiny

Ich höre aktuell gerne Bands, welche ich am Dockville live sah und neben den Editors gehören auch Slagsmålsklubben dazu. Diese wurden vor Kurzem für das Berlin Festival bestätigt, welches generell mit einem hübschen Line-Up aufwartet (Sigur Rós!) und einen Trip in die Hauptstadt ziemlich attraktiv machen würde.

Sponsored by Destiny ist sicherlich einer der bekannteren Tracks der sechs Schweden, wohl auch weil er gleich zu Beginn einnehmend ist und nicht wie andere erst nach zwei, drei Mal hören wirklich gut wird. Angenehm aufgeregt,  mit guter Spannungskurve und auch das Video, welches zwar nicht offiziell dazu gehört, ist ziemlich nett.

Auf und davon


Wieso ich Casper bisher gar keinen Platz hier einräumte, weiß ich schlichtweg gar nicht. Auf dem Dockville war er großartig und die Texte jagen mir gerne Schauer den Rücken hoch und runter.

Jetzt kam also das Video zu Auf und Davon heraus und wird schon von einigen als das beste Video des Jahres gehandelt. Das Setting ist schlichtweg atemberaubend, macht Fernweh. Der Bezug zum Text lässt sich eher weniger in der Handlung, als im Gefühl, welches das Video vermittelt finden, was meiner Meinung nach auch die bessere Art und Weise ist, etwas herüberzubringen.

Obwohl mir das Video wirklich gut gefällt, mag ich das Lied an sich lieber. Bin vielleicht auch kein großer Musikvideofan und habe schon meine eigenen Assoziationen zum Song, wobei diese Weite Freiheit natürlich wunderbar verkörpert.

Hundreds

Auf dem Dockville nahm ich aus dem Merchstand eine schicke Visitenkarte mit, weil sie so hübsch gestaltet war. Ein schwummriges Unterwasserbild, Schriftzug mit Link. So lernte ich also Hundreds kennen und war dann doch recht erfreut, als sich herausstellte, dass das Geschwisterpaar zum Pop.Notpop nach Stuttgart kommen würde.

Die Enttäuschung war dann recht groß, als Eva im Intro total unterging, eher ein unnötiges Beiwerk zum grandiosen Instrumentalen darstellte. Kaum war das Intro jedoch vorbei, wurden Gesang und Auftritt deutlich stärker, auch authentischer, die beiden Bestandteile hielten sich die Waage. Man verlor sich etwas in der Musik, fasziniert von der wahnsinnig coolen Lichtshow. Laser bildeten Raster, geometrische Elemente, am Ende von Grab the Sunset wurde das gesamte, sonst eher in der Dunkelheit verschwindende, Publikum in blendend helles Licht getaucht.

Je länger das Konzert dauerte, desto mehr Spaß machte es, Evas seltsamen, durch eine sehr präsente Körperspannung dominierten, Tanzstil zuzuschauen. Nur minimal verlor das Ganze, durch eine gewisse Affektiertheit. Insgesamt ein sehr großer Spaß, bitte noch einmal.

Kakkmaddafakka

Vergangenen Montag ging es also zu Kakkmaddafakka in die Röhre. Die erkrankte Vorband blieb ersatzlos, was tatsächlich aber kaum auffällt, wenn man die richtigen Menschen dabei hat, um die Zeit zu vertreiben. Das Konzert war gut gelaunt, ausgelassen und biergeschwängert, ein vorzüglicher Backgroundchor das Tüpfelchen auf dem i. Kann man sich hier ganz gut ansehen. Es hat sich wirklich, wirklich gelohnt, die Norwegen noch einmal anzusehen, nachdem ich sie auf dem Dockville mehr oder minder verpasste.

Hin und wieder zückte ich meine Kamera, wohlwissend, dass da ohne Blitz nicht viel zu machen ist. Erwartungsgemäß sind die Farben etwas matschig und auf Schärfe darf man auch keinen besonderen Wert legen. Ein paar Momente und Erinnerungen ließen sich dann aber doch ganz gut festhalten.

Dockville II

via

Die vermutlich letzten Bilder aus Hamburg, oben von Manon und unten, zwei der wenigen, vorzeigbaren Produkte der Einwegkamera, die eine fehlende, kleine Kamera ersetzt hat. Unter anderem deswegen habe ich an diesem Wochenende die analoge Fotografie für mich wiederentdeckt. Vor einiger Zeit habe ich mich etwas mit einer AE-1 herumgeschlagen, aber ehrlich gesagt stehe ich mehr auf ein bisschen herum knipsen. Dafür ist die Minox 35 GT, welche ich nun ausgegraben habe, wohl ganz gut geeignet. Wie auch immer, das Schöne am Fotografieren mit Film: Die Enttäuschung über die furchtbaren Bilder kommt erst gut eine Woche später.

Dockville

Das Dockville war wunderbar, es gab Matsch, gute Musik, Glitzer, lustige Leute, leckeren Margeritakram, Matsch, Konfetti, Matsch mit Konfetti und Glitzer. Dass wir dort nicht zelteten wurde jeden Tag aufs Neue bedauert und gepriesen – Zelten ist super cool, eine warme Dusche gegen bestialisch stinkende Schlammkrusten aber auch. Konzerttechnisch gab es keine großen Überraschungen, Crystal Castles waren einfach zerstörerisch und auch andere Bands machten super viel Spaß.

Mich bemüht, lustige Menschen abzulichten oder die Stimmung einzufangen, habe ich jedenfalls nicht, die große Kamera blieb daheim und ich weiß ja, dass andere Menschen, wie Anna, das sowieso hübscher machen. Mit etwas Glück fällt aus den analogen Kameras etwas hübsches heraus.

Vermutlich gibt es wenig, was ich gerade lieber machen würde, als zu Home von Edward Sharpe durch Matsch oder über den Damm zu tanzen.

Hamburg

Dass Hamburg für mich zu so einer irrsinnig schönen Zeit geworden ist, lag wohl zu großen Teilen auch an den Menschen, mit und bei denen ich es verbrachte – Hamburg an sich ist aber auch schon super. Wir gingen Falafel essen, saßen in Fotoautomaten, machten Tourikram, aßen Lollis. Ich mag es, wie offen und frei die Stadt wirkt, es scheint, als wäre mehr Platz, mehr Luft, als gewöhnlich, zwischen Häuserreihen und Hochhausbauten. Weil ich hauptsächlich für das Dockville packte, lief ich beinahe immer in zu großem, schwarzen Kram herum und ich muss sagen, ich genoss es irgendwie. Shoppingtechnisch sprang auch nicht sonderlich viel heraus, ich war zwar in den meisten üblichen Läden, mit nach Hause hat es aber nicht so viel geschafft. Ich gab mein Geld lieber für Franzbrötchen und Astra aus.

Ein Franzbrötchen aß ich dann auch schmollend am Gate. Tatsächlich bin ich noch nie so ungern in den Flieger, heimwärts, gestiegen.